Trauerrednerin Sylvia Ritter aus dem Kreis Tuttlingen

Trauerfall

Ich bin für Sie da, wenn das Leben endlich geworden ist. Wenn ein letzter Abschied bevorsteht. Als freie Trauerrednerin aus dem Kreis Tuttlingen erstelle ich eine absolut persönliche Rede für eine Beerdigung, Urnenbeisetzung, Beisetzung, Trauerfeier, ein Begräbnis bzw. einen Abschied. Weil dieser besondere Moment des letzten Abschieds eine besondere Rede verdient. Mit Persönlichkeit, Würde und Feingefühl.

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Beim letzten Abschied geht es um die / den Verstorbene/n.

Es ist die Gelegenheit, das Leben dieses Menschen Revue passieren zu lassen. Nachzuspüren, welche  Momente erlebt wurden. Die Person gedanklich noch einmal in die Mitte zu nehmen.

Mit Respekt und Umsicht begleite ich Sie auf diesem letzten Weg.

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Ein Einblick in eine Trauerrede

Meine Inspiration, Trauerrednerin zu werden

Als mein Papa für uns alle überraschend verstarb - an einem schönen Sommertag, kurz nachdem wir uns alle für ein langes Wochenende getroffen hatten bei meinen Eltern, mit der Familie meines Bruders, sodass Opa nochmal Zeit mit all seinen Enkeln verbringen durfte - da war es für mich eine innere Pflicht, ein tiefes Bedürfnis, für ihn einen Teil seiner Trauerrede zu halten.

 

Als ich anfing, wollte mir erstmal gar nichts einfallen. Mein Kopf war vernebelt vom Verlust, erfüllt von Trauer und ich hatte kaum Ideen, was ich ihm beim letzten Abschied mit auf den Weg geben wollte. Aber je mehr ich es zuließ, je länger ich mir erlaubte, einfach nur zu sitzen, zu trauern und zu warten, desto mehr Erinnerungen stiegen in mir hoch.

Ich setzte all meine Energie und meine Trauer dafür ein und ließ die zahllosen wunderbaren Erinnerungen durch meine Finger in die Tastatur fließen. Ich war damals noch keine freie Rednerin. Ich war eine trauernde Tochter und die Mutter von zwei Kindern, die ihren Opa viel zu früh verloren hatten. Das Schreiben dieser Zeilen hatte eine therapeutische Wirkung auf mich. Ich schwelgte in Erinnerungen.

 

Ich schrieb einen Text, den ich der für die freie Bestattung meines Papas gebuchten Trauerrednerin zukommen ließ und vermerkte direkt: einen Part möchte ich gern selbst halten, wenn es mir möglich sein wird. Ich möchte mich selbst von meinem Papa verabschieden. Darüber hätte er sich gefreut.

Er hatte immer gesagt, ich solle etwas aus meiner Begabung machen, die Geschichten von Menschen zu ergründen und so war es seine Geschichte, mit der ich - zu diesem Zeitpunkt noch völlig unbewusst - den ersten Schritt machte.

 

Die Trauerrednerin und ich verblieben so, dass wir mit einem Augenkontakt klären würden, ob ich mich dann an diesem Tag tatsächlich dazu in der Lage fühlen würde. Zu oft hatte sie schon erlebt, dass es den Angehörigen dann doch nicht möglich war, den Schleier der Trauer zu heben und selbst ein paar Worte bei der Beisetzung zu sprechen. 

Nachdem wir seine Trauerfeier aber so wunderbar und persönlich vorbereitet hatten. Nachdem schon Otis Reddings "The dock of the bay" durch den Raum geschallt war - eines der Lieblingslieder meines Papas - und die Rednerin die früheren Jahre meines Papas zusammengefasst hatte, fühlte ich mich stark genug.

 

Ich stand auf, ging nach vorn und erzählte, wie mein Papa und ich immer kichernd in der Weihnachtskirche saßen. Uns bei "Stille Nacht heilige Nacht" über den ECHTEN Namen von Gottes Sohn freuten - der nämlich nicht Jesus sein kann... Wenn doch jedes Jahr schallend gesungen wird: Gottes Sohn Owi lacht... Ich erzählte von unseren letzten gemeinsamen Tagen. Davon, wie er mit meinem großen Sohn im Garten Erdbeeren gepflückt hatte und von unserem letzten persönlichen Abschied. Dass wir uns noch einmal tief in die Augen gesehen und uns dann fest umarmt hatten. Welches Glück hatten wir, uns so von einander verabschieden zu dürfen!? 

Und dann war es vorbei. Meine letzten Worte an ihn waren gesprochen. Das nächste Lied setzte ein und ich setzte mich wieder und weinte still.

Während dieser Trauerfeier haben wir aber nicht nur geweint. Wir haben nicht nur die Lieblingsmusik meines Papas gehört. Wir haben auch Schmunzeln dürfen. Und wir haben gebadet in wunderbaren sonnigen Erinnerungen an einen fantastischen Menschen.

Wenige Wochen später fasste ich einen Entschluss: Ich möchte das anderen Menschen auch ermöglichen. Ich möchte Verstorbene bei ihrem letzten Abschied noch einmal aufleben lassen. Den Hinterbliebenen imaginär die Hand auf die Schulter legen und mit ihnen auf die schönsten Zeiten zurückblicken. Ich möchte, dass eine Bestattung so persönlich und individuell wie nur möglich gestaltet wird. Damit am Ende - um es frei nach den Worten von Trauerredner Carl Achleitner zu sagen: die Hinterbliebenen ein kleines Stück größer aus der Trauerfeier heraus gehen können, als sie hinein gegangen sind. Nicht mehr. Aber auch nicht weniger.

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Jetzt kennen Sie den Grund, meine Motivation und meine Inspiration, warum ich als Trauerrednerin im Kreis Tuttlingen Beisetzungen, Begräbnisse, Bestattungen, Urnenbeisetzungen, Trauerfeiern und letzte Abschiede begleite. Gern beantworte ich Ihre Fragen oder begleite Sie bei einem letzten Abschied. Sie haben Fragen zu einer Trauerfeier komplett oder teilweise Online? Rufen Sie mich einfach an oder schreiben mir eine Email und ich kläre für Sie gern die Möglichkeiten.

Sylvia Ritter

Trauerrednerin

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